Pondicherry

Am vergangenem Wochenende haben wir Freiwilligen uns alle in Pondicherry getroffen, um ein bisschen mehr von unsere Umgebung zu sehen.

Pondicherry ist eine Touristen Stadt, die ein französisch angelegtes Viertel besitzt, in dem wir drei Tage lang wohnten.

Zunächst einmal mussten wir jedoch dorthin fahren, weshalb meine Mitfreiwillige Julia und ich am Freitag morgen um halb sieben losgefahren sind. Nach einer anstregenden, dreistündigen Fahrt in einem der nicht so neueren Busse kamen wir erleichtert an, denn der Bus war ziemlich überfüllt.

Mit der Autoriksha sind wir dann in ein Guest House in der Nähe des Strandes gefahren. Nachdem wir dort unsere Rucksäcke abgeliefert haben sind wir zunächst einmal zu einem kleinen Cafe gelaufen, wo wir draußen auf der Terrasse saßen und gefrühstückt haben. Ich war so glücklich mal wieder ein normales Frühstück zu haben und besonders normalen Kaffee.

Anschließend sind wir die Strandpromenade entlang gelaufen und haben uns in einen wunderschönen Park gesetzt und Pause gemacht, bevor wir zu dem großen Basar gelaufen sind. Wir haben einen Stadtbummel durch die vielen kleinen Läden der Einkaufsstraße gemacht und hätten den Eingang zum Basar dabei fast übersehen.

Er ist ziemlich klein und unscheinbar, doch sobald man ihn entdeckt hat und hinein geht, fühlt man sich als wäre man in einer anderen Welt. Das Licht auf dem Basar ist gedämmt, da er eigentlich unter freiem Himmel ist, wurden viele blaue Plastiktüten aneinander geknotet und zu einem Dach aufgehangen, wodurch der Basar eine besondere Atmosphäre verbreitet.

Wenn man am Anfang des Basars steht, ahnt man noch nicht aus wie vielen Gängen er überhaupt besteht und wie verwinkelt er ist. Es gibt Abteile für Blumen, Gewürze, Obst, Gemüse, Kleidung und auch noch allerlei Krimskram, daher ist es am Anfang schwierig sich dort zurecht zu finden.

Am Abend haben wir uns alle in einem kleinen Restaurant zum Abendessen getroffen. Wir saßen draußen auf der wunderschönen und gemütlichen Dachterrasse des Restaurants und ich habe mir Nudeln mit Spinat und Käse-Sahnesoße bestellt. Ein Grund warum wir uns alle in Pondicherry getroffen haben, war das leckere Essen von dem uns schon die Vorfreiwilligen berichtet haben, daher haben wir das am Wochenende auch sehr ausgenutzt.

Samstagmorgen waren wir wieder in dem kleinem Cafe vom Vortag Frühstücken. Danach haben wir uns noch einige andere Ecken der Stadt angeschaut und den Tempel dort besucht. Zum Glück war an dem Tag auch der Tempel-Elefant da, sodass ich wieder viele Bilder machen konnte. Wir haben ihm auch etwas zu Essen gegeben und dafür eine "Kopfnuss" bekommen. Es heißt, es bringe einem Glück wenn man eine Kopfnuss von einem Elefant bekomme, daher haben wir das natürlich auch ausprobiert.

Zum Mittagessen sind wir in ein Pasta Restaurant gegangen und haben uns die besten Nudeln der Gegend geholt. Nachmittags waren wir dann wieder im Park und mussten und dabei an einer großen Masse Menschen vorbei schlängeln, da neben dem Park für einen Bollywood Film gedreht wurde.

Abends waren wir dann noch einmal Pizza essen und wollten noch ein bisschen raus gehen, da es aber total überfüllt in der ganzen Stadt war, sind wir zurück zum Hotel und haben den Abend dort gemeinsam ausklingen lassen.

Am nächsten morgen waren wir dann ein letztes Mal gemeinsam frühstücken, bevor die ersten schon ihre Rückreise angetreten haben.

Julia und ich sind noch mit drei weiteren Freiwilligen bis halb zwei dort geblieben und haben die restliche Zeit noch am Strand verbracht. Wir wollten eigentlich nur mal mit den Füßen ins Wasser und gucken wie warm es ist, doch plötzlich kam eine riesen Welle und wir waren klitschnass. Das Blöde war, das wir nicht einmal eine Abkühlung bekamen, da das Wasser einfach viel zu warm war.

Deshalb haben wir uns danach erstmal in die nächste Eisdiele gesetzt und Eis gegessen. Gegen halb zwei sind wir dann mit der Riksha zum Busstand gefahren. Wir haben uns zu fünft + Fahrer und + unsere riesen Rucksäcke in eine kleine Riksha gequetscht. Daran habe ich gemerkt, dass wir uns schon gut an die indischen Verhältnisse gewöhnt haben, denn in Chennai saßen wir noch maximal zu dritt und ohne Rucksäcke in einer Riksha.

Am Busstand mussten wir dann erst einmal rumfragen welcher Bus denn nach Mayiladuthurai fährt und nachdem wir ein paar Mal von links nach rechts geschickt wurden, hatten wir endlich den richtigen Bus. Gerade noch rechtzeitig um zwei der letzten Plätze zu ergattern.

Als wir dann nach der Fahrt wieder zurück im Projekt waren, haben wir erst bemerkt, dass wir ziemlichen Sonnenbrand bekommen haben und das obwohl wir immer lange Klamotten anhaben. Es war ein sehr schönes Wochenende und es tat gut die anderen Freiwilligen wieder gesehen zu haben.

Dennoch ist es auch schön wieder Daheim im Projekt zu sein, besonders da ich seid Heute in einem anderen Kindergarten (in Anbumalar) bin. Schon nach dem ersten Tag habe ich gemerkt, dass ich mich dort viel wohler und speziell von den Kindern auch wesentlich willkommener fühle, als in dem letzten Kindergarten. Doch dazu schreibe ich in meinem nächsten Beitrag mehr . :-)

5.10.15 15:56

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