Meine Einsatzstelle im September

In dem ersten Monat meines Freiwilligendienstes arbeite ich hier auf dem Compound in der baby class. Ein sehr kleiner Kindergarten mit gerade einmal 15 Kindern.

Dort arbeite ich zusammen mit zwei weiteren Erzieherinnen. Jeden morgen beginne ich um zehn Uhr, jedoch gehe ich oft eine halbe Stunde eher dorthin, da ich sonst Langeweile bekomme wenn ich alleine im Zimmer hocke.

Meine Mitfreiwillige fährt nämlich schon gegen neun Uhr nach Killianur, einem von drei weiteren Kindergärten unseres Compounds (dort arbeite ich im Dezember).

Zwischen halb zehn und halb elf trudeln dann langsam die Kinder ein. Oft wird dann der Fernseher angemacht und eine Lern-CD für die Kinder abgespielt, um ihr Englisch zu fördern.Sobald dann alle da sind, beginnen wir mit einem Prayer und ich versuche immer ein wenig mitzusprechen, was gar nicht so einfach ist wenn der Part in Tamil dran ist.

Anschließend werden viele Lieder gesungen und mit ein paar kleinen Bewegungen die Aktivität der Kinder geweckt. Das geht dann immer solange, bis keines der Kinder mehr mitmacht, denn oft rennen die ersten schon nach ein paar Liedern aus dem Raum und spielen lieber alleine auf dem Spielplatz und andere Kindern fallen schon über ihr eigentliches Mittagessen her.

Es ist also zwischendurch echt chaotisch.Stella (eine der Erzieherinnen) fängt dann irgendwann an mit einer Basteleinheit, wo die Kinder häufig aber mehr zugucken können, anstatt etwas selbst zu machen.

Das ist sehr schade, denn ich weiß genau wie sehr die Kindern es lieben zu basteln und auch immer mithelfen wollen, daher überlege ich schon die ganze Zeit, welche Angebote ich in den nächsten Wochen für die Kinder machen kann, wo sie auch selbst basteln dürfen.

Nach der Basteleinheit wird dann häufig das ABC mithilfe von Tierbildern gelernt. Das ist sehr praktisch, denn hierbei lernen die Kindern Englisch und ich die Wörter in Tamil.

Leider ist meine Zeit in der baby class schon um halb zwei zu Ende, da dann die meisten Kinder abgeholt werden und die die dort bleiben, schlafen gehen. Deshalb habe ich ab halb zwei Freizeit, ein Glück jedoch nur solange bis unsere Abendkurse bald starten.

Zudem bin ich ab nächsten Monat in einem anderen Kindergarten, wo ich dann auch über Mittag bleiben werden und somit mehr zu tun haben werde.

Da heute ein Feiertag ist und somit auch kein Kindergarten stattfindet, haben wir uns dazu entschlossen mit den Mädchen des Heims ein paar Sachen zu unternehmen.

Wir haben zum einen ganz viele Mandalas verteilt, damit erst einmal alle malen konnten, während ich auf einem Plakat einen großen Heißluftballon aufgemalt habe, den die Kinder hinterher mit Glitzerfolie beklebt haben.

Julia hat währenddessen mit den Kindern Armbänder geflochten und geknüpft. Beide Einheiten kam sehr gut an und die Kinder wollten uns auch erst gar nicht gehen lassen, als wir anfingen aufzuräumen

24.9.15 11:41

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